Begegnung mit Rudolf Baumbach, Jean Paul, Ludwig Bechstein
und Friedrich Schiller
Im Literaturmuseum im Baumbachhaus ist nicht nur der einstige Hausherr kennenzulernen, sondern auch Schriftsteller, die im 18. und 19. Jahrhundert im Meininger Land lebten und wirkten. Das Kernstück der Ausstellung bilden die überkommene Privatbibliothek und das Wohnzimmer Baumbachs. Hier findet sich auch sein handschriftliches Manuskript zum „Zlatorog“, jenem Versepos über den sagenhaften weißen Gemsbock, mit dem Baumbach der literarische Durchbruch gelang. Räume mit Alt-Meininger Stadtansichten, Mobiliar und Porträts im Stil des Biedermeier vermitteln bürgerliches Wohnmilieu, wie es sicher nicht nur für Meiningen typisch war.
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Baumbachhaus
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Rudolf Baumbach
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Baumbachbibliothek
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Auch Jean Paul hat in Meiningen Literaturgeschichte geschrieben. 1801 realisierte er hier seinen großen Erziehungsroman „Titan“. Der Meininger Alpenforscher Ernst Adolf Schaubach wird im Literaturmuseum als Verfasser des mehrbändigen Werks „Die deutschen Alpen“ vorgestellt, eine bedeutende naturwissenschaftliche Abhandlung des 19. Jahrhunderts. Natürlich findet sich auch eine Abteilung, die den Meininger Märchen- und Sagensammler Ludwig Bechstein ehrt - einen Zeitgenossen der Brüder Grimm. Als herzoglicher Archivar, Bibliothekar und Altertumsforscher gehörte Bechstein zur bürgerlichen Elite Meiningens im 19. Jahrhundert.
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Jean Paul
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"Asyl für Schiller!"
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Ludwig Bechstein
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Durch die Heirat des Meininger Hofbibliothekars Reinwald mit Friedrich Schillers Schwester Christophine reichten ab 1786 auch die familiären Beziehungen Schillers nach Meiningen und zogen Besuche des Dichters in der Stadt 1787 und 1794 nach sich. Christophine Reinwald wurde nach dem Tod ihres berühmten Bruders 1805 als Zeitzeugin und Vertraute von Schiller bis an ihr eigenes Lebensende 1847 zur Ikone der Schillerverehrung in ganz Deutschland – noch heute sind mehrere Stationen ihres Lebens im Meininger Stadtbild vorfindbar.