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Luise Eleonore Herzogin von Sachsen-Meiningen 


* 11. August 1763 (Langenburg) 
† 30. April 1837 (Meiningen) 

Eltern
Christian Albrecht Ludwig von Hohenlohe-Langenburg
Caroline v. Stolberg-Gedern

Ehe
1782, Gemahlin Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen (1761 - 1803) 

Kinder
Ida (1794 - 1852, Großherzogin von Sachsen-Weimar)
Adelheid (1792 - 1849, Königin von Großbritannien)
Bernhard (1800 - 1882, Herzog Bernhard II.)


Regierung anstelle ihres unmündigen Sohnes 1803 - 1821 

   
       

    Georg I.    Luise Eleonore

          

      Ida                   Adelheid                 Bernhard  



Die Regentschaft von Louise Eleonore stand unter keinem so guten Stern wie die ihres verstorbenen Gemahls. An Weiterführung der von Georg I. angegangenen Reformen war durch die zahlreichen Kriege kaum zu denken.
 


 

Unter Napoleon war das Land in den Rheinbund gezwungen worden, wo es immer wieder für die Kriege des Korsen, wie bei Colberg, in Tirol, Spanien oder Russland, Truppenkontingente aufzustellen hatte. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig und dem Sieg von Waterloo hatte das sachsen-meiningische Land noch einige Zeit an den Folgen zu leiden. Denn es folgten vermutlich von den französischen Truppen bzw. Verwundeten eingeschleppte Epidemien und eine Teuerung durch Missernten.

 
Vor allem im gebirgigen und armen Oberland versuchte die Herzogin mit Spenden und Ankauf fremden Getreides die schlimmste Not zu mildern. Erst ab 1819 folgten wieder ruhige und fruchtbare Jahre, in welchen sich auch der Lebensstandard der Bevölkerung allmählich besserte. Luise Eleonore wird oft mit ihrer sehr erfolgreich regierenden Schwiegermutter Charlotte Amalie verglichen gleichermaßen gewürdigt. Viel Arbeit und taktisches Geschick war vonnöten, um die Fortexistenz des Herzogtums zu ermöglichen. Auch sie fand in den verzwicktesten Lagen, und das kam während der Napoleonischen Kriege häufig vor, immer das richtige Wort.

 
1821 konnte endlich auch das bereits von Georg I. begonnene Gymnasium Bernhardinum eingeweiht werden. Darüber hinaus wurden mit Hilfe zahlreicher Verträge "Flurbereinigungen" bzw. Tauschs vorgenommen, um das Land besser verwaltbar zu machen. Großen Wert legte sie auf eine vorzügliche Ausbildung ihrer drei Kinder. Zeitumstände und Kostengründe verhinderten, dass Luise Eleonore mit ihren Kindern häufige Reisen unternehmen konnte, wie etwa ihr Schwiegervater Anton Ulrich. Jedoch eine aufwendige Bildungsreise zugunsten ihrer Kinder in die Schweiz und nach Oberitalien konnte realisiert werden. Hauptzweck war ein Besuch bei Heinrich Pestalozzi in Yverdon.

 
Im Gegensatz zu Charlotte Amalie hatte Luise Elonore neben einer tod geborenen Prinzessin (1796) nur 3 Kinder und erst als 37jährige einen Sohn geboren, aber alle waren gesund und wuchsen wohl auf. Ida ehelichte 22jährig Bernhard von Sachsen-Weimar. Adelheid bekam erst im 26. Lebensjahr ihren ersten Heiratsantrag von Wilhelm, Prinz von England. Um die hohe Aussteuer aufzubringen, mussten Sondersteuern erlassen werden, die aber gleich für mehrere Ämter wegen Zahlungsunfähigkeit gestundet werden mussten. Gern verlegte Louise Eleonore ihren Aufenthalt in den heißen Sommermonaten nach Schloss und Park Altenstein. Erst in den späteren Jahren, als sie die Regentschaft bereits an ihren volljährigen Sohn abgegeben hatte, leistete sie sich diverse Reisen nach Frankreich, Italien, England oder in die Alpen, wo sie mit möglichst geringem Gefolge die steilsten Berge erklomm. 


 

Literatur:
L. Hertel: Meiningische Geschichte von 1680 bis zur Gegenwart.
In: Schriften des Vereins für Sachsen-Meiningische Geschichte und Landeskunde. 47. Heft. Hildburghausen 1904.
(siehe auch im Museumsshop)

Kontakt:
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