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06. Oktober 2010 bis 27. März 2011

Meiningens Stiefkinder 

Wiederaufnahme einer Sonderausstellung zur Geschichte der Juden in Meiningen von 2008
 

Die Exposition über die Geschichte der Meininger Juden stieß wie schon 2008 auch ab Oktober 2010 auf großes Interesse, nicht nur bei einheimischen Besuchern. Zu den berührenden Exponaten zählen u. a. Dokumente zur jüdischen Familie Mosbacher. Sie vermitteln einen eindringlichen Einblick in die Lebenssituation der verfolgten Juden während der NS-Zeit. Hedwig Mosbacher war die Tochter des Fabrikanten und Stadtverordneten Paul Heine-mann, der mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen während der NS-Zeit nach Südafrika auswanderte. Hedwig und ihr Mann Otto Mosbacher, ein Kaufmann aus Nürnberg, mussten im Oktober 1941 in die „Brockenburg“ in der Sachsenstrasse ziehen. Ihre Tochter Eva war 1939, im Alter von 12 Jahren, nach England in Sicherheit gebracht worden. Der Briefwechsel zwischen der Tochter und ihren Eltern ist erhalten geblieben. Er ist ein erschütterndes Zeugnis über die Hoffnungen der Familie auf ein Wiederzusammenkommen. Weitere Dokumente zeugen von den schwierigen Auswanderungsbemühungen, die am Ende scheiterten. Das letzte Schreiben von Hedwig und Otto Mosbacher an ihre Tochter stammt vom 03. Mai 1942. Eine Woche später wurden sie aus Meiningen nach Belzyce bei Lublin deportiert und gelten seither als verschollen.

Zum Abschluss der Ausstellung am Sonntag, dem 27. März, bot der Ausstellungsautor Christoph Gann um 15 Uhr nochmals eine Sonderführung an.

 

   

 

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