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16. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011

Musik. Sie heilt die Wunden.
Günter Raphaels Meininger Jahre

Sonderausstellung von Christoph Gann, Meiningen
Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche

Günter Raphael bezeichnete rückblickend seine Meininger Zeit als die „Stumme Periode“ seines Lebens und sprach von den „trostlosen Jahren“. Das einzig Gute sei gewesen, dass er kompositorisch einen eigenen Stil entwickelt habe und immer mehr von seinen Vorbildern Brahms und Reger weg gekommen sei. Anläßlich seines 50. Todestages erinnerte die Ausstellung „Musik. Sie heilt die Wunden.“ an Günter Raphaels Meininger Jahre. Nach Verlust seiner Stellung am Landeskonservatorium der Musik zu Leipzig Mitte 1934 zog er nach Meiningen. Hier lebte bereits seine spätere Ehefrau Pauline Jessen und hier gründete er seine Familie.

Die Ausstellung zeichnete nach, wie der von den nationalsozialistischen Gesetzen als „Nichtarier“ bewertete Komponist sich um die Fortsetzung seines künstlerischen Wirkens bemühte. Seine jährlichen Kammerkonzerte im Meininger Schloss konnten nur bis 1937 stattfinden. 1939 erfolgte das Berufsverbot. Dargestellt wurde zudem das Verhalten von Musikerpersönlichkeiten wie u.a. Furtwängler und Sibelius gegenüber Raphael. Ebenso beleuchtete die Ausstellung auch das Verhalten des damaligen Städtischen Musikbeauftragten und späteren Meininger Ehrenbürgers Ottomar Güntzel.

Der Ausstellungsautor, Christoph Gann, präsentierte viele bisher unveröffentlichte Dokumente und Fotos. Damit bot die Ausstellung nicht nur einen Beitrag zur Meininger Stadtgeschichte, sondern vermittelte darüber hinaus neue Erkenntnisse für die Raphael-Forschung. Diese sehr nachdenkliche Ausstellung wurde vom 16. Oktober bis zum 30. Januar auf der Empore der Schlosskirche von Schloss Elisabethenburg gezeigt. Die Eröffnung am Freitag, dem 15. Oktober, war eingebettet in eine Veranstaltung zu Ehren Günter Raphaels, begleitet von einer Podiumsdiskussion und einem Kammerkonzert. 

 

 

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