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Februar 2013

06. Februar, Mittwoch
Lichtmess-Vortrag
Von Dämonen, Drachen und verwunschenen Seelen – Thüringer Sagen und deren Hintergründe

Referent Rainer Hohberg, Hummelshain
19.00, Schloss Elisabethenburg, Museumscafé; € 5,- / 4,-


Was wir über diese dämonischen Wesen wissen, verdanken wir vor allem den Sagen. Da diese hierzulande im 19. Jahrhundert von tüchtigen Autoren wie Ludwig Bechstein, Christian Ludwig Wucke, Robert Eisel u.v.a. dem Vergessen entrissen wurden, liegt aus nahezu allen Landstrichen Thüringens ein umfangreicher Bestand vor. Allein die Zahl der dämonologischen Sagen geht in die Hunderte. Aus dieser kaum zu überschauenden Fülle hat Rainer Hoberg eine kleine Auswahl der spannendsten Gespenstersagen Thüringens zusammengestellt und veröffentlicht. Sie werden nach der ältesten ihm bekannten schriftlichen Quellen wiedergegeben. Zugleich erzählt er die Geschichte, die jeweils dahinter steckt oder stecken könnte. Woher stammt der kopflose Ritter, der in der Eichsfeldburg Bodenstein spuken soll? Was steckt hinter der Geschichte aus Wirrbach, in der die Seele einer Frau in Gestalt einer roten Maus den Körper verlässt? Was ist wahr an Erzählungen über bleichgesichtige „Wassermenschen“, die in Schmalkalden und anderen Orten Kleinkinder kidnappen und dafür hässliche Wechselbälger zurück lassen? Neben der Sagenliteratur bezieht Rainer Hoberg dabei die Forschungen von Historikern und Archäologen, Religions- und Volkskundlern ein. Auch Gespräche mit Leuten aus der jeweiligen Region sind oft sehr aufschlussreich. Wobei sich am Thema der Geister zumeist die Geister scheiden.

Dämonen in Thüringen. Alles nur Einbildung oder wie? Rainer Hoberg widmet sich diesem Thema ausführlich in dem gleichnamigen Buch, welches beim Sutton-Verlag erschienen ist. Lange Zeit wurden die dunklen Erscheinungen aus der Sagenwelt zumeist als purer Aberglaube abgetan. Als Hirngespinste unserer angeblich ungebildeten Altvorderen, als „Dummglaube“. Vielleicht liegt es daran, dass viele dieser Wesen immer scheuer und seltener wurden – und inzwischen rarer sind, als manche vom Aussterben bedrohte Fledermausart. Andere hingegen scheinen sich aus unerfindlichen Gründen zu vermehren. Etwa die weißen Frauen, welche um Mitternacht geheimnisvoll durch uralte Gemäuer schweben. In den frühen Sagen nur vereinzelt anzutreffen, gibt es inzwi-schen hierzulande kaum ein Schloss oder eine Burgruine, in der man als Besucher nicht davon zu hören bekäme. Selbst eine Grundschule, im Saale-Orla-Kreis gelegen, verfügt - zumindest halboffiziell - über solch ein Hausgespenst. Insgesamt scheint der Umgang mit den einst gefürchteten Dämonen und Geistern zunehmend lockerer zu werden. So hat im Südthüringischen Schleusingen ein weiblicher Elementargeist namens Slusia dank seiner erotischen Ausstrahlung ungeahnte Popularität gefunden. Im Wartburgkreis macht der als Pummpälz bekannte Aufhockerdämon in der Tourismusbranche eine erstaunliche Karriere.

Der Vortrag von Rainer Hoberg bietet viele Anregungen, sich vom „dämonischen Thüringen“ verzaubern zu lassen oder aber ihm auf den Grund zu gehen. Das dem Vortrag zugrunde liegende Buch ist ein Sagenlesebuch, zugleich ein kleines Who’s who der wichtigsten Thüringer Dämonen und Geister – und im Fall der Fälle sogar als Gebrauchsanweisung für den Umgang mit ihnen zu gebrauchen. 
 

         


14. Februar, Donnerstag
Wagner, Liszt und Brahms in Meiningen
Meiningens Musikgeschichte kompakt, kurzweilig und kompetent

Führung mit Dr. Maren Goltz, Meininger Museen
11.00, Treff Meininger Theater, Kammerspiele, Bernhardstraße 3; € 7,-
 

         


20. Februar, Mittwoch
Die drückende Prosa meines Lebens balancir’ ich nun mit Musik …
Der Musiker und Komponist Otto Ludwig

Soiree mit Dr. Maren Goltz, Meininger Museen
19.30, Schloss Elisabethenburg, Museumscafé; € 3,- / 2,-

Otto Ludwig (1813 –1865) wurde in Eisfeld geboren. Dort führte er 1834 die Opern „Die Geschwister“ und „Die Köhlerin“ auf. 1839/40 begann er ein Musikstudium in Leipzig bei Felix Mendelssohn Bartholdy mit einem Stipendium des Meininger Herzogs Bernhard II. Im Jahr 1842 begann er ein weiteres Studium in Leipzig. Nach seinem Umzug nach Dresden 1849 gelangte 1850 am dortigen Hoftheater sein erfolgreichstes Drama „Der Erbförster“ zur Uraufführung. Otto Ludwig prägte den Begriff poetischer Realismus, in dem er eine Wirklichkeitsdarstellung beschreibt, die sich durch eine Objektivität der Erzählerperspektive auszeichnet. Mit der Soiree feiern wir seinen 200. Geburtstag.


         


24. Februar, Sonntag bis 19. Januar 2014, Sonntag
Meiningen - Brückner - Bayreuth
Bühnenbildcollage zum Wagner-Jahr 2013

Erstpräsentation 23. Februar, Samstag
19.30, Theatermuseum, € 3,-

Es besteht kein Zweifel, ohne die Aufsehen erregenden Erzeugnisse aus dem „Atelier für Theater-Decorations-Malerei“ der Brüder Max und Gotthold Brückner in Coburg wäre der Erfolg der „Meininger“ in der Zeit der Gastspielreisen bescheidener ausgefallen. Ab 1866 avancierte der Meininger  Theaterherzog  zum  bedeutendsten „auswärtigen“ Auftraggeber der Brückners, woraus sich eine beinahe fünf Jahrzehnte währende künstlerische Zusammenarbeit entwickelte.

Ab der Mitte der 1870er Jahre arbeitete das Brücknersche Atelier für einen zweiten Großkunden: Richard Wagner, der nach vielfältigen Verzögerungen die Bayreuther Festspiele 1876 vorbereitete. Obwohl die beiden Theaterreformatoren einander kannten, die Arbeit des anderen schätzten, sogar unterstützten und daraus wertvolle Anregungen schöpften, entstand aus dieser Konstellation immer dann eine Konkurrenzsituation, wenn das Brücknersche Atelier an die Grenzen seines Leistungsvermögen stieß. Wie reagierte der Theaterherzog, dem es ein „Mißvergnügen“ war, sich „an einen anderen Theatermaler zu wenden“, wenn die Brückners wegen Wagnerscher Aufträge definitiv absagten? Dieser und anderen Fragen will die Ausstellung 2013 im Theatermuseum „Zauberwelt der Kulisse“ nachgehen und dabei das Atelier der Gebrüder Brückner beleuchten.
 

         


27. Februar, Mittwoch
Ludwig Chronegk - Schauspieler, Manager und Freund

Führung durch die Ausstellung mit Volker Kern, Meininger Museen
15.00, Schloss Elisabethenburg, Treff Museumsshop
Teilnahme mit Tageskarte, Führung zzgl. € 1,-      

           

 

 

 

 

Kontakt:
Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
Meininger Museen
Schlossplatz 1
98617 Meiningen

Tel: 03693 - 50 36 41
kontakt@meiningermuseen.de

Postanschrift:
PSF 100554
98605 Meiningen

 
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