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März 2016

 

Führungen durch die Ausstellungen im Schloss Elisabethenburg

ganzjährig, samstags, 16.30 Uhr

Treff: Museumsshop Mittlere Galerie, Dauer 1 1/2 Stunden, Teilnahme mit gültiger Tageskarte oder Kombikarte der Meininger Museen

 

         

 


 

08. und 15. März, Dienstag
Hautnah – Südthüringer Autoren lesen

Mundartabend mit dem literarischen Sextett „Motzings Enkele“ und der Gruppe „Leimtiegel“ Moderation: Dr. Andreas Seifert, Meininger Museen
19.00, Baumbachhaus; € 5,- / 4,-

Die aktuelle Mundartszene zwischen Thüringer Wald, Grabfeld und Rhön ist weiblich: Seit drei Jah-ren sorgen Rita Fulsche, Roswitha Keßler, Marlies Röder, Anita Ruszwurm, Renate Schreyl und Christel Siegmund mit Gedichten und Geschichten im heimatlichen Dialekt für volle Stuhlreihen im Meininger Literaturmuseum. Hervorgegangen ist das literarische Sextett aus dem Arbeitskreis Mundart Schmalkalden-Meiningen, den Christel Siegmund aus Wernshausen seit 2011 leitet. Von Rita Fulsche aus Neubrunn kam dann 2012 die Anregung, sich über die Bewahrung des überlieferten heimatlichen Sprachgutes hinaus in Lyrik und Kurzprosa zu versuchen. Im Jahr darauf traten die sechs Frauen dann erstmals unter dem Gruppennamen „Motzings Enkele“ in der Reihe „Hautnah - Südthüringer Autoren lesen“ im Baumbachhaus auf. Der ungewöhnliche Name des Sextetts ist übrigens ein Tribut an die Altvorderen Paul Motz und die Brüder Stertzing – hiesige Mundartdichter des 19. Jahrhunderts. Den passenden musikalischen Partner fanden „Motzings Enkele“ in der Gruppe „Leimtiegel“. 1983 zum Neubrunner Karneval gegründet, beweisen die fünf Musiker unter Leitung von Wolfgang Semleit seit nunmehr über dreißig Jahren, dass sich Volksmusik auch ohne Herzbuben-Schmalz an Frau und Mann bringen lässt.

Die große Resonanz, die “Leimtiegel“ und „Motzings Enkele“ in den vergangenen Jahren erfuhren, ist Grund für den Veranstalter, heuer zwei Mundartabende im Baumbachhaus anzubieten. Diese finden am 8. und 15. März jeweils um 19 Uhr statt. Platzreservierung wird empfohlen. Kontakt: 03693 502848 oder a.seifert@meiningermuseen.de.

 

         

 


 

13. März, Sonntag
Gabriela von Habsburg: Sprechender Stahl, Skulpturen – Lithographien

Führung durch die Ausstellung mit Winfried Wiegand, Direktor der Meininger Museen
11.00, Schloss Elisabethenburg, Treff Museumsshop, Mittlere Galerie; Teilnahme mit Tageskarte zzgl. € 2,-

In ihren Skulpturen gestaltet die Bildhauerin Gabriela von Habsburg gezielt Rhythmen von Räumen, Zwischenräumen und Leerräumen, vergleichbar mit musikalischen Kompositionen, deren Klänge und Pausen als ein Gesamtes hörbar sind. Der Betrachter ihrer Werke erfüllt und vollendet diese mit eigenen Gedanken und Gefühlen, mit Spontanem und Grundsätzlichem. Für Gabriela von Habsburg begann die intensive Auseinandersetzung mit Form und Material 1978, als sie ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste München aufnahm. Die Kunsttheorie und Kunstpraxis der internationalen Avantgarde vor Augen, zu deren führenden Vertretern Bildhauer wie Archipenko, Pevsner und Naum Gabo zählen, und geschult durch ihre herausragenden Lehrer, den Dänen Robert Jacobsen und den italienstämmigen Schotten Eduardo Paolozzi, entschied sich die Künstlerin für die gegenstandslose Skulptur und wählte als bevorzugtes Material Edelstahl.

Zu ihrem großen Thema erhob sie fortan den schöpferischen Umgang mit dem Raum. Das Einfangen und Markieren von Raum mittels skulpturaler Konstruktionen beherrscht die passionierte Metallbildhauerin inzwischen mit Perfektion. Ihre mit Kühnheit erschaffenen monumentalen Denkmäler und Skulpturen zeugen davon genauso wie die spielerische Leichtigkeit und Grazie ihrer Plastiken im Kleinformat.

 

         

 

 


 

17. März, Donnerstag
Ein Meininger in der Weltliteratur - Ludwig Freiherr von Wolzogen

Soiree mit Eberhard Pfister, Dreißigacker
19.00, Schloss Elisabethenburg, Museumscafé; € 3,- / 2,-

Ludwig Freiherr von Wolzogen, nachmaliger königlich preußischer General der Infanterie, gab als junger Offizier in der russischen Armee das Vorbild ab, nach welchem der große russische Schriftsteller Lew Tolstoi in seinem Monumentalwerk „Krieg und Frieden“ die Gestalt eines Protagonisten der ausländischen Militärs im Russischen Reich im Vaterländischen Krieg gegen Napoleon schuf. Der militärhistorisch interessierte Laie Eberhard Pfister versucht mit seinem Vortrag am Donnerstag, dem 17. März, eine Deutung zwischen literarischer Fiktion und dem realen Leben dieses wohl einzigen Meiningers, der es in die Weltliteratur schaffte. Von Wolzogen (1773 – 1845) war der Sohn des sachsen-hildburghausischen Geheimen Legationsrats Ernst Ludwig Freiherr von Wolzogen (1723–1774) und dessen Ehefrau Wilhelmine Henriette, geborene Marschalk von Ostheim (1745–1788); er kam in Meiningen zur Welt. 1820 heiratete Ludwig von Wolzogen in Ludwigsburg bei Stuttgart Dorothea Therese Emilie, geborene von Lilienberg (1797–1872). Durch den frühen Tod seiner Eltern wurde der junge Ludwig zunächst bei einem Prediger erzogen und kam 1781 auf die Karlsschule in Stuttgart. Seit dieser Zeit war er mit Friedrich von Schiller befreundet, der durch die Heirat mit Charlotte von Lengefeld zudem der Schwager seines älteren Bruders Wilhelm von Wolzogen war. Die Soiree am Donnerstag, dem 17. März, im Museumscafé von Schloss Elisabethenburg beginnt um 19 Uhr, der Eintritt kostet € 3,-, bei Ermäßigung € 2,-. Interessenten sichern sich bitte ihre Karten im Vorverkauf im Museumsshop.

Die darauf folgende Soiree wird am Donnerstag, dem 14. April, am gleichen Ort stattfinden. Mit dem Bildhauer Adolf Trabert steht ein Meininger Künstler des 20. Jahrhunderts im Blickpunkt, womit die Veranstalter, Kuratorium, Staatsarchiv und Museen, eine lockere Folge mit diesem Schwerpunkt einläuten und an die Betrachtungen zu Künstlern aus dem Umfeld Herzog Georgs II. von Sachsen-Meiningen anknüpfen möchten.

 

         

 


 

18. März, Freitag
„Zu Hause im Schloss“ - Eine ganz besondere Hausmusik

15.00, Marmorsaal; Eintritt frei

Wie in jedem Jahr startet das Festival „Thüringer Bachwochen“ mit der Langen Nacht der Hausmusik und traditionell läuten Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Meiningen den Abend ein. Die Meininger Museen sind auch in diesem Jahr Partner der Thüringer Bachwochen und beginnen mit dem gemeinsamen Musizieren am Freitag, dem 18. März, bereits um 15 Uhr im Marmorsaal von Schloss Elisabethenburg. Der Eintritt ist frei. Diesmal geht es um das Thema: Wie funktioniert Mu-sik? Wie entsteht Musik? Improvisieren und komponieren. Mit Alltagsgegenständen erforschen Schüler gemeinsam mit dem Schlagzeuger Kay Kalytta aus Jena die Möglichkeiten, wie sich Klänge und Rhythmen zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen, vertonen in kleinen Gruppen kurze Geschichten und beschließen mit einem Konzert diese kleine Exkursion in die Welt der Klänge und Rhythmen. Jeder Teilnehmer wird gebeten, Klang-Material aus Kunststoff (Einkaufstüten, Dosen), Glas, Keramik, Metall, Holz, Pappe, Papier, Zeitungen etc. mitzubringen. Interessenten kön-nen sich jederzeit anmelden unter m.goltz@meiningermuseen.de.

 

         

 


 

19. März, Samstag
Musikstadt Meiningen
Meiningen – Musenhof zwischen Weimar und Bayreuth

Stadt- und Ausstellungsführung mit Dr. Maren Goltz, Meininger Museen
11.00, Treff Meininger Theater, Kammerspiele, Bernhardstraße 3,
€ 7,-, Karten vor Ort, Mindestteilnehmerzahl 3, Dauer 2 h, Ende im Schloss Elisabethenburg

Berühmte Musiker wie Hans von Bülow, Johannes Brahms und Max Reger waren in Meiningen zu Gast oder sogar zu Hause. Diese stehen im Fokus einer Stadt- und Schlossführung der Meininger Museen zu Erinnerungsstätten an berühmte Meininger Musikerpersönlichkeiten. Der zirka zweistündige Spaziergang führt vom Theater u. a. zum weltweit ersten Brahms-Denkmal im Englischen Garten, Max Regers Wohnhaus und weiter in die Ausstellung „Meiningen – Musenhof zwischen Weimar und Bayreuth“ im Meininger Schloss.

Meiningens Musikgeschichte kompakt, kurzweilig und kompetent präsentiert Musikwissenschaftlerin Dr. Maren Goltz, Meininger Museen, am Samstag, dem 19. März 2016, Treff ist um 11 Uhr an den Kammerspielen des Meininger Theaters, Bern-hardstraße 3. Weitere Termine für diese Führung sind der 09.04., der 15. und 22.05., 04., 11. und 25.06., 13. und 27.08., 10. und 17.09. sowie der 03. und 08.10.2016. Im Preis von € 7,- sind Führung und Eintritt in das Museum im Schloss Elisabethenburg enthalten, Karten gibt es zu Beginn der Führung vor Ort. Natürlich bildet im Reger-Jahr 2016 das Verhältnis des namhaften Dirigenten, Komponisten und Organisten zu Meiningen einen Themenschwerpunkt. Führungen, die Max-Regers Meininger Zeit ganz in den Mittelpunkt stellen, bietet Frau Dr. Goltz am 13. und am 29. Mai 2016 unter dem Titel: „… wir sind immer entzückter von Thüringen … - Max Reger in der Provinz“ an.

 

         

 


 

26. März, Karsamstag
Konzert mit der Geigerin Christine Busch im Rahmen der Thüringer Bachwochen

Johann Sebastian Bach: Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll (BWV 1004) und Sonate für Violine solo Nr. 3 C-Dur (BWV 1005)
11.30, Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche
Kartenservice Tourist-Information Meiningen 03693 44650

Die Thüringer Bachwochen sind das größte Musikfestival Thüringens. Mit seiner Spezialisierung auf Barockmusik und die Aufführung der Werke Johann Sebastian Bachs an den authentischen Bachstätten verfügt das Festival über künstlerische wie touristische Anziehungskraft zugleich – in Thüringen und darüber hinaus. Ausgangspunkt des Festivals ist ein einzigartiges historisches Potential im Freistaat Thüringen. Mit Bachhaus und Taufkirche in Eisenach, der Traukirche in Dornheim, den frühen Wirkungsstätten in Mühlhausen, Arnstadt und Weimar sowie den Häusern der Vorfahren in Erfurt und Wechmar verfügt Thüringen über die Mehrzahl authentischer Bachorte. Diese eindrucksvollen Schauplätze sind Podium und bilden den Rahmen für anspruchsvolle Konzerte. Wann Johann Sebastian Bach seinen älteren Vetter Johann Ludwig im idyllischen Meiningen besuchte, ist bislang nicht bekannt. Doch er schätzte dessen Werke, fertigte Abschriften an und führte u. a. 1726 einige der Kantaten in den Leipziger Hauptkirchen auf. Der in der Meininger Hofkapelle musizierende Lakai stieg zum Pagen-Lehrer und Kantor auf. Nach Georg Caspar Schürmanns Weggang übernahm er die Verwaltung der Instrumente und die musikalische Ausgestaltung von Hoffesten in Meiningen und Coburg. 1711 wurde Johann Ludwig Bach Hofkapellmeister – ein Anlass, die Thüringer Bachwochen auch 2016 wieder in Meiningen gastieren zu lassen.

Zur Aufführung kommen von Johann Sebastian Bach die Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll (BWV 1004) und Sonate für Violine solo Nr. 3 C-Dur (BWV 1005). Seit dem 19. Jahrhundert sind Bachs „Sei solo“, die sechs Sonaten und Partiten für Violine solo BWV 1001–1006, als ein ungeheurer Wunderbau, als ein Schlüsselwerk seiner Instrumentalmusik, gleichsam als „Herzkammer“ des Köthener Schaffens (1717–1723) anerkannt und bewundert worden. Und in das Staunen über diese Musik mischt sich nicht selten die Verwunderung, wenn nicht das Unverständnis, dass Bach die-se Sammlung ausgerechnet einer einzelnen Geige, mithin einem in puncto Polyphonie und Dynamik so eingeschränkten, „schweren“ Instrument anvertraut hat.

Und die außergewöhnliche Interpretation liefert bei einem Konzert in Meiningen am Karsamstag, dem 26. März, die Geigerin Christine Busch. Die gebürtige Stuttgarterin wuchs in Mössingen / Tübingen auf. Sie studierte als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des DAAD bei Wolfgang Marschner und Rainer Kussmaul in Freiburg, in Wien bei Boris Kuschnir und in Winterthur bei Nora Chastain und wirkte schon in dieser Zeit beim Concentus Musicus Wien (prägend: Nikolaus Harnoncourt und seine Musiker), beim Chamber Orchestra of Europe und beim Freiburger Barockorchester mit. Seitdem war sie als Solistin und Kammermusikerin sowohl mit der "modernen" als auch mit der "Barock“- Geige gleichermaßen erfolgreich in Konzerten auf Festivals in Eu-ropa, in den USA, in Japan und in Australien zu hören; als Konzertmeisterin arbeitete sie gerne mit Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock und Kay Johannsen zusammen. Sie wurde als Gastleiterin zur Camerata Bern und zur Kammerakademie Potsdam eingeladen.

2004 gründete sie das "Salagon-Quartett", ein Streichquartett mit zeit­adäquatem Instrumentarium, dessen Repertoire sich zwischen Haydn und Mendelssohn bewegt. Ende 2003 erschienen bei Carus die Sonaten von J.S.Bach für Violine und obligates Cembalo (mit Kay Johannsen) und später ebenfalls bei Carus die vielbeachtete CD des Salagon Quartettes mit Werken von Joseph Martin Kraus. Mit dem Ensemble Explorations erschienen bei harmonia mundi france unter anderem die Streichersonaten von Rossini, Streichquintette von Boccherini, das Oktett von Mendelssohn und Werke von Dvorak (Bagatellen und Klavierquintett), ebenfalls mit dem adäquaten Instrumentarium der Entstehungszeit gespielt.

Für das Konzert mit Christine Busch in der Schlosskirche im Schloss Elisabethenburg in Meiningen am 26. März gibt es Karten in der Tourist-Information in Meiningen (03693 44650) zu € 18,- / 12 sowie an der Tageskasse zu € 20,- / 14. Beginn ist um 11.30 Uhr. Bereits 09.30 Uhr wird für die Konzertbesucher eine Führung zu Glanzpunkten der Ausstellung der Sammlung Musikgeschichte der Meininger Museen im Schloss Elisabethenburg angeboten, die Kombikarten Konzert und Füh-rung kosten € 22,- / 16,-, diese gibt es nur im Vorverkauf in der Tourist-Information.

 

         

Kontakt:
Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
Meininger Museen
Schlossplatz 1
98617 Meiningen

Tel: 03693 - 50 36 41
kontakt@meiningermuseen.de

Postanschrift:
PSF 100554
98605 Meiningen

 
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