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September 2016

 

Führungen durch die Ausstellungen im Schloss Elisabethenburg

ganzjährig, samstags, 16.30

Treff: Museumsshop Mittlere Galerie, Dauer 1 1/2 Stunden, Teilnahme mit gültiger Tageskarte oder Kombikarte der Meininger Museen

 

         

 


 

Die Montagsführung

April bis Oktober, montags, 14.00
Treff: Eingang Museum im Schloss, Dauer ca. 1 ½ h; € 6,50

Museum am Montag geschlossen? Nicht bei uns. Die Meininger Museen bieten von April bis Oktober jeden Montag abwechselnd im Schloss Elisabethenburg, im Theatermuseum oder im Baumbachhaus eine Führung bzw. Präsentation an.

        

      

 


 

10. und 17. September, Samstag
Musikstadt Meiningen
Meiningen – Musenhof zwischen Weimar und Bayreuth

Stadt- und Ausstellungsführung mit Dr. Maren Goltz, Meininger Museen,
11.00, Treff Meininger Theater, Kammerspiele, Bernhardstraße 3,
€ 7,-, Karten vor Ort, Mindestteilnehmerzahl 3, Dauer 2 h, Ende im Schloss Elisabethenburg

Berühmte Musiker wie Hans von Bülow, Johannes Brahms und Max Reger waren in Meiningen zu Gast oder sogar zu Hause. Der Rundgang durch Meiningen entlang einer Route musikhistorischer Stätten führt vom Theater über den Englischen Garten zum Schlosspark und ins Schloss Elisabethenburg. Meiningens Musikgeschichte wird kompakt, kurzweilig und kompetent präsentiert. Der Preis beinhaltet Führung und Eintritt in das Museum im Schloss Elisabethenburg.

 

         

 


 

11. September, Sonntag
Da bin ich! - Bild-Geschichten für Kinder von Wilhelm Busch, F.K. Waechter, Volker Kriegel, Philip Waechter

Führung mit Lesung aus den Bild-Geschichten
15.00, Schloss Elisabethenburg, Treff Museumshop
Teilnahme mit Tageskarte zzgl. € 2,-

Abschied von Kätzchen & Co. Am Sonntag, dem 11. September, besteht letztmals die Gelegenheit, Bekanntschaft mit den Helden der Bild-Geschichten von Wilhelm Busch, Friedrich Karl Waechter, Volker Kriegel und Philip Waechter zu machen. Seit Mitte Mai geben sich diese in der Mittleren und Oberen Galerie von Schloss Elisabethenburg ein Stelldichein. Den kleinen und großen Besuchern begegnen dabei die unvergesslichen Gestalten aus der Feder von Altmeister Wilhelm Busch ebenso wie ein mutiges Kätzchen, der Elch Olaf oder das Gespenst von Canterville. Auch die einmal witzigen, ein andermal nachdenklichen Geschichten, die zu den Bildern gehören, sind für jedes Alter und jede Größe passend. Am letzten Ausstellungstag wird Dr. Andreas Seifert in einer kurzweiligen Führung einige dieser Geschichten zum Besten geben. Auch ein Suchspiel ist wieder dabei: Wer findet das „verhangene“ Bild? Die drei schnellsten Detektive werden wieder mit einem Eis belohnt. Schließlich dürfen sich kleine und große Besucher noch an der Max-und-Moritz-Hühnerangel betätigen.

 

 

         

 


 

22. September, Donnerstag
Die Dramatik des Regierungswechsels von 1866

Soiree mit Prof. Alfred Erck und Dr. Hannelore Schneider, Meiningen, zur Abdankung Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen zugunsten seines Sohnes Erbprinz Georg
19.00, Schloss Elisabethenburg, Museumscafé; € 3,- / 2,-

Im Sommer 1866 wurde auch die Region um Meiningen von den Ereignissen des sogenannten Deutschen Bruderkrieges zwischen den Truppen und Verbündeten Österreichs und Preußens erschüttert. Obgleich bereits am 03. Juli mit der Schlacht bei Königgräz, heute Republik Tschechien, die Kriegsentscheidung zugunsten Preußens gefallen war, kam es vom 04. bis 26. Juli im Rahmen des Mainfeldzuges zwischen Roßdorf / Dermbach und Üttingen bei Würzburg zu umfangreichen Gefechten, in die tausende Soldaten und Zivilisten verwickelt waren.

Dies hatte auch Auswirkungen auf die politische Entwicklung im Herzogtum Sachsen-Meiningen, verbunden mit einem Regierungswechsel am 20. September 1866. Dieser war insofern hochdramatisch, da die Existenz des Herzogtums ernsthaft auf dem Spiel stand. Wäre es dazu gekommen, dann hätte es ihn nicht ge-geben - den Musenhof zwischen Weimar und Bayreuth. Geografisch und politisch befand sich Sachsen-Meiningen in einer Mittelposition zwischen den beiden deutschen Großmächten Preußen und Habsburg. Während sich der in Meiningen regierende Herzog Bernhard II. letztendlich für Österreich entschied, bezog Erbprinz Georg frühzeitig Position auf der preußischen Gegenseite. Zusätzlich eskalierte das schwierige Verhältnis zwischen Vater und Sohn, welches just in jenem Jahr höchst politische Brisanz erhielt.

 

           

 


 

25. September, Sonntag
Masken. Finissage zur Ausstellung

Talkrunde mit dem Fotografen Günter Giese, dem Literaten Hendrik Neukirchner, Jette Ullmann, Maskenbildnerin am Meininger Theater und dem Suhler Bildhauer und Grafiker Herbert König
Musik: Renate Kubisch, Meiningen (Elektrocello)
Moderation: Dr. Andreas Seifert, Meininger Museen
15.00, Baumbachhaus; € 3,-

„Eine Maske erzählt uns mehr als ein Gesicht.“ Das behauptete einst Oscar Wilde, und in der Tat spielen Masken in unserem Leben bewusst oder unbewusst eine große Rolle. Der Fotograf Günter Giese und der Literat Hendrik Neukirchner, beide aus Suhl, haben sich in Bild und Wort mit diesem Thema beschäftigt. Aus ihrer Zusammenarbeit entstand 2014 ein Band mit 43 Fotografien und ebenso vielen Texten. Eine Ausstellung im Meininger Literaturmuseum Baumbachhaus zeigt seit Mitte Mai daraus 26 Aufnahmen Gieses in Großformat. Die Texte Neukirchners – von kurz und knapp über psychologisch abgründig bis schrill und an konkrete Lyrik grenzend – liegen bei und laden zur poetischen Vertiefung des Gesehenen ein.

Die Fotografien sind noch bis zum 25. September zu sehen. Am letzten Ausstellungstag wird um 15 Uhr zu einer musikalischen Finissage mit Talkrunde eingeladen. Zu Gast sind neben Günter Giese und Hendrik Neukirchner auch Jette Ull-mann, Maskenbildnerin am Meininger Theater, sowie der Suhler Bildhauer und Grafiker Herbert König, der die Masken für Gieses Fotografien fertigte. Alle vier werden über ihre Beziehung zum Phänomen „Maske“ sprechen. Musikalisch nähert sich an diesem Nachmittag die Musikpädagogin und Cellistin Renate Kubisch aus Meiningen dem Ausstellungsthema. Die Moderation liegt in den Händen von Museumsleiter Dr. Andreas Seifert.

Eine Platzreservierung zu dieser musikalischen Finissage wird empfohlen, Kontakt: 03693 502848 oder a.seifert@meiningermuseen.de.

 

 

         

 


 

30. September, Freitag bis 01. Mai 2017, Montag
Treue Israeliten - Treue Bürger
Aus der Geschichte der Meininger Juden

Ausstellung von Christoph Gann
Schloss Elisabethenburg, Mittlere Galerie
Eröffnung 29. September, Donnerstag
19.00 Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche; € 3,-

Vor 150 Jahren, im September 1866, gründeten die Meininger Juden eine eigene Israelitische Cultusgemeinde. Zwei Wochen später trat Georg II. an die Regierung, unter „dessen milden Schatten“ die Blütezeit für die Meininger Juden begann. Sichtbares Zeichen nach außen war die Weihe der Synagoge im Jahr 1883. In der Weihepredigt sagte Landesrabbiner Moritz Dessauer: "So werden wir fest und treu als Bürger, fest und treu als Israeliten stehen und das Haus, das wir gebaut, wird ein Gotteshaus sein für alle Zeit, das walte der ewige Vater." Der Gemeinde gehörten Persönlichkeiten wie der Schauspieler und Intendant Ludwig Chronegk an, ohne dessen Wirken es die legendären Theater-Gastspielreisen der "Meininger" nicht gegeben hätte. Warum wollte aber Herzog Georg II. ihm als Buße auferlegen, zumindest im Traum das "Haupt einer confessionslosen Gemeinde" oder Assistent des Rabbiners zu sein? Welche Spuren des jüdischen Lebens und Wirkens lassen sich noch finden? Wie war das Verhältnis von Juden und Christen in Meiningen?

Diesen und anderen Fragen soll in der Ausstellung anhand von größtenteils Originalexponaten ver-schiedener Leihgeber aus dem In- und Ausland nachgegangen werden. Erinnert wird auch an die schwerste Zeit für Juden in Meiningen unter der NS-Diktatur und die Auslöschung der israelitischen Cultusgemeinde. Gezeigt werden Dokumente der Ausgrenzung und Verfolgung und der verzweifelten Auswanderungsbemühungen. Ein Meininger, dem die Flucht nach Südafrika gelang, und der um seine aus Meiningen deportierte und ermordete Schwester trauerte, schrieb 1946 an einen christli-chen Freund: „... ist es nicht beschämend, dass es in einer kleinen Stadt, wo man so viele Jahre gelebt und, wenigstens die Alten, erfolgreich gewirkt hat, dass es nur so wenige gegeben hat, die den Mut zur Anständigkeit hatten, Herz und Charakter auf dem rechten Fleck, und die daher auch etwas riskierten.“ Auch diesen Meiningern, die den Juden beistanden, wird in der Ausstellung gedacht. Führungen durch die Ausstellung werden am 24. November und 08. Dezember um 15.00 Uhr angeboten.

 

         

 


Kontakt:
Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
Meininger Museen
Schlossplatz 1
98617 Meiningen

Tel: 03693 - 50 36 41
kontakt@meiningermuseen.de

Postanschrift:
PSF 100554
98605 Meiningen

 
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