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Sammlungen zur Literaturgeschichte

Bedeutung

Die Sammlung umfasst hauptsächlich literaturgeschichtliche Zeugnisse aus Südwestthüringen vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Den Schwerpunkt bildet dabei das 19. Jahrhundert. Sie belegt verschiedene Formen der soziokulturellen Einbindung von Schriftstellern in das klein-staatliche Residenzmilieu und dokumentiert Leistungen und Grenzen dieser Literaturlandschaft. Aus dem 20. Jahrhundert sind vor allem Objekte des literarischen Schaffens im DDR-Grenzbezirk Suhl (1952-1990) gesammelt worden.

Die literaturgeschichtliche Sammlung befindet sich zum größten Teil im Baum-bachhaus, wo eine ständige Ausstellung zur regionalen Literaturgeschichte dem Sammlungsspektrum entspricht. Das Gebäude ist ein schlichtes Bürgerhaus, in welchem der volkstümliche Dichter Rudolf Baumbach (1840-1905) Kindheit und Lebensabend verbrachte. Von Baumbach stammen beispielsweise die Verse des noch heute populären Liedes „Hoch auf dem gelben Wagen“. Ein größerer Abschnitt der Ausstellung ist dem einstigen Hausherren, seinen Lebensumständen und literarischem Werk gewidmet. Dabei wird auch Wohnatmosphäre der Gründerjahre vermittelt, besonders in der überkommenen Privatbibliothek des Dichters mit ihrer weitgehend authentischen Einrichtung.

Unter den weiteren Vertretern literarischen Lebens in Meiningen wird Ludwig Bechstein (1801-1860) ein größerer Platz eingeräumt. Bechstein ging vor allem als Märchen- und Sagensammler in die Literaturgeschichte ein. Die Aus-stellung aber präsentiert ihn in seiner Vielseitigkeit: als Dichter, Forscher, Sammler, herzoglicher Bibliothekar und Archivar und somit als einen der universell gebildeten Vertreter der bürgerlichen Elite Meiningens. Während Bechstein lebenslänglich in das städtische und höfische Leben Meiningens eingebunden blieb, war der hiesige Aufenthalt für Friedrich Schiller und Jean Paul nur ein Intermezzo. Die Ausstellung will zeigen, welche Rolle das Meininger Land für beide in einer bestimmten Lebens- und Schaffensphase spielte.

Sammlungskomplexe

  • Quellenmaterial und Sachzeugen zu Schriftstellern des 18. und 19. Jahrhunderts in der Meininger Region (Friedrich Schiller, Jean Paul, Ernst Wagner, Carl G. Cramer, Friedrich Mosengeil, Ludwig Köhler, Ernst Adolf Schaubach).
  • Teilnachlass Ludwig Bechsteins mit Autographen, persönlichen Erinnerungs-stücken und Teilen seiner Bibliothek (ca. 250 Bände, darunter Erstausgaben seiner Werke mit handschriftlichen Bemerkungen)
  • Nachlass der Baumbach-Familie mit folgenden Teilen:
1. Privatbibliothek Rudolf Baumbachs: umfasst über 2000 Bände mit bibliophilen Kostbarkeiten vom 16. bis 19. Jahrhundert sowie die gesammelten Werke des Dichters

 
2. Autografen- und Kleinschriftgutsammlung: umfasst a) den umfangreichen Briefwechsel Rudolf Baumbachs, darunter mit prominenten Persönlichkeiten wie Georg II., Helene von Heldburg oder Peter Rosegger; b) den sonstigen Briefverkehr der Familie; Urkunden u.ä. zu Familien- und öffentlichen Angelegenheiten; c) Dokumente zum Werdegang des Politikers Karl Baumbach

 
3. Bibliothek der Baumbach-Schwestern, ca. 200 Bände
  • Sammlung der Baumbach-Vertonungen, ca. 450 Notenblätter und -hefte
     
  • Sammlung Baumbach-Gemeinde: enthält Schrift- und Bilddokumente zur Baumbach-Rezeption sowie zur Entwicklung des Baumbachhauses als Museum
  • Literarischer Nachlass von Wolfgang Rinecker (1931-1982)

Kontakt:
Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
Meininger Museen
Schlossplatz 1
98617 Meiningen

Tel: 03693 - 50 36 41
kontakt@meiningermuseen.de

Postanschrift:
PSF 100554
98605 Meiningen

 
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