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Sammlungen zur Musikgeschichte

Zu dieser Sammlung existiert eine eigene Website: http://www.musikgeschichte-meiningen.de/

Bedeutung

Die Sammlung Musikgeschichte/Max-Reger-Archiv ist inhaltlich auf das Engste mit dem Wirken der über 300 Jahre alten Herzoglichen Hofkapelle verbunden. Zu diesem Themenkomplex und dessen Umfeld birgt sie einzigartige Quellen-Bestände (u.a. Max-Reger-Archiv, Anton-Ulrich-Notensammlung, Ikonographischer Bestand, Kapellarchiv, Musikdrucke, Briefautographen, Teilnachlass Christian Mühlfeld, Sammlung historischer Musikinstrumente, Programmzettel-Sammlung, Bestand Henneberger Sängerbund).

     

Mit dem Engagement Hans von Bülows als Intendant der Meininger Hofkapelle erreichte die Meininger Musikgeschichte ein namhaftes internationales Niveau. Die Kapelle rückte in die erste Reihe europäischer Orchester auf. Dieser Rang konnte über mehrere Generationen von Hofkapellmeistern wie Richard Strauss, Fritz Steinbach und Max Reger gehalten werden.

Darüber hinaus entwickelte sich Meiningen zum ersten Zentrum der Brahmspflege in Deutschland. Ab 1881 kam es zu einem fruchtbaren Kontakt mit diesem Musiker. Am 25. Oktober 1885 fand die Uraufführung seiner 4. Sinfonie in Meiningen statt. Der hiesige Klarinettist Richard Mühlfeld inspirierte Brahms zur Komposition von vier Kammermusikwerken von Weltgeltung. Bis zu seinem Tod 1897 pflegte Johannes Brahms eine enge Beziehung zur Stadt, allen voran zur herzoglichen Familie und zur Hofkapelle. Fast in jedem Jahr war Brahms Gast in Meiningen.


   


Die ständige Ausstellung zu diesem Sammlungskomplex vermittelt Wissenswertes über die Meininger Musikgeschichte, insbesondere deren Glanzzeit von 1880 bis 1914. In den einstigen Privatgemächern von Herzog Georg II. werden Kostbarkeiten präsentiert, darunter Briefe, Musikalien, Kunstobjekte sowie Regers Arbeitszimmer. Die reichen Quellen-Bestände der Sammlung stehen in ihrer Gänze der Forschung zur Verfügung. Sammlungskomplexe

  • Max-Reger-Archiv (Laufzeit: 19.-20. Jh., Umfang 25lfm): Einrichtungsgegenstände aus Regers Arbeits- und Musikzimmer, u.a. zwei Blüthner-Flügel, Regers Hausorgel, Kunst- und Erinnerungsobjekte aus dem persönlichen Besitz des Komponisten, 26 nachweisbare Notenautographe von der Hand Regers und weit über 50 seiner Dirigierpartituren. Die Vielfalt der Reger-Bildnisse reicht von Fotos über Gemälde und Plastiken bis hin zu einem Lebkuchen mit Regers Konterfei. Zu den zahlreichen persönlichen Dokumenten zählen u.a. handschriftliche Briefe und Postkarten von und an Max sowie Elsa Reger (ca.3.000 Autographe), Urkunden, Postausgangsbücher und von Elsa Reger angelegte Konzertkalender

  • Anton-Ulrich-Notensammlung (Laufzeit: 18. Jh., Umfang 8 lfm): Den größten Teil der heute weltweit umfangreichsten Sammlung barocker Vokalmusik legte Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen (1746-63) auf seinen Wien-Reisen ab den 1720er Jahren an. Die Kollektion umfasst die „Schlager“ der damaligen Wiener Hofmusik aus den Bereichen Oper, Oratorium, Kantate und Serenade. Sie enthält u.a. Kompositionen von Antonio Caldara, Johann Joseph Fux und Francesco Conti. Rund 90 Unikate befinden sich darunter, so etwa Ignaz Holzbauers Oper „Hypermnestra“ (1741).
  • Ikonographischer Bestand (Laufzeit: 18.-20. Jh., Umfang: ca. 1.500 Objekte): Fotos, Zeichnungen, Gemälde etc. aus dem Umfeld der Meininger Musikgeschichte, u.a. Brahms-Fotos von Maria Fellinger, Fotos aus dem Nachlass Hans und Marie von Bülows etc.
  • Kapellarchiv (Laufzeit: 18.-20. Jh., Umfang: 7 lfm): Orchestermaterialien der Meininger Hofkapelle: Allein die von bzw. unter Brahms und Steinbach benutzten Orchestermaterialien zu den Brahms`schen Sinfonien stellen einen ungemeinen Schatz dar.
  • Musikdrucke (Laufzeit: 18. Jh., Umfang 3 lfm): frühe Drucke bzw. Erstdrucke (Haydn, Mozart, Beethoven)
  • Sammlung von Briefautographen der Exponenten der Meininger Hofkapelle -Bülow, Wagner, Mühlfeld, Strauss, Steinbach, Berger, Piening, Raphael u.a. - (Laufzeit: 18.-20 Jh., Umfang 7.000 Objekte).
  • Teilnachlass Christian Mühlfelds (Laufzeit: 19.-20. Jh., Umfang: 3 lfm): Manuskripte zur Musikgeschichte des Herzogtums Sachsen-Meiningen
  • Sammlung historischer Musikinstrumente: Fast die Hälfte der insgesamt 105 Objekte (darunter zahlreiche Instrumente von nationaler und internationaler Bedeutung) zählte einst zum Bestand des 1832 von Ludwig Bechstein gegründeten HAV, darunter Kostbarkeiten wie die samische Schamanentrommel (1. Hälfte 17. Jh., die Renaissancelaute von Pettrus Hellmer (Füssen, 1617, das Trumscheit (Mitteldeutschland, um 1680) sowie die Klarinetten Richard Mühlfelds (1875).
  • Umfangreiche Chorliteratur, insbesondere des Meininger Chorwesens, Bestand Henneberger Sängerbund (Laufzeit: 19.-20. Jh., Umfang: 5 lfm).
  • Sammlung von Programmzetteln und Programmzetteln der Meininger Hofkapelle (Laufzeit: 1850 bis heute, Umfang ca. 6.000 Objekte).

Kontakt:
Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
Meininger Museen
Schlossplatz 1
98617 Meiningen

Tel: 03693 - 50 36 41
kontakt@meiningermuseen.de

Postanschrift:
PSF 100554
98605 Meiningen

 
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