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Ein königliches Hochzeitsgeschenk

Fürstliches Prunkservice und persönliches Lieblingsgeschirr - Geschichten zu Porzellan

 

Nachdem im Januar 2018 schon einem geladenen Gästekreis, darunter der Kulturminister des Freistaates Thüringen B.- I. Hoff sowie Vertreter der Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kunststiftung, die spektakulärste Neuerwerbung der Meininger Museen der letzten Jahre präsentiert wurde, steht sie nun im Mittelpunkt des diesjährigen Meininger Museumsabends. Hierbei handelt es sich um Teile des Hochzeitsservice für Prinzessin Charlotte von Preußen und Erbprinz Georg von Sachsen-Meiningen, der spätere „Meininger Theaterherzog“. Kein Geringerer als der damalige Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV., ein Onkel der beschenkten Braut, erteilte der KPM 1850 den Auftrag zur Herstellung dieser luxuriösen Mitgift-Gabe.

Wie es dem Charakter der Meininger Museumsabende entspricht, wird es auch diesmal wieder ein Programm geben, das Wissenswertes und Unterhaltendes verspricht – so natürlich zu besagter Neuerwerbung aus Prunkporzellan, die mit diesem Abend auch Einzug in die ständige Ausstellung der Meininger Museen nehmen wird. So erfährt der Besucher an diesem Abend beispielsweise Interessantes zur Entwicklung der gedeckten Tafel. Frau Jeanette Lauterbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg, berichtet in ihrem Vortrag über den Wandel der Servicekultur, die in der Zeit des Barock eine ganz andere war, als in der Mitte des 19. Jahrhunderts, wo auch unser Service einzuordnen ist. Im Anschluss wird der Bogen zur heutigen Gastronomie gespannt, indem Frau Anja Kühn, Solewerkhotel Sächsischer Hof Meiningen demonstriert, wie sich heute eine gut gedeckte Tafel darbietet. Natürlich werden im Verlauf des Abends auch das beschenkte Brautpaar vorgestellt, was Andrea Jakob, Kustodin der Meininger Museen vornehmen wird. Da Prinzessin Charlotte musikalisch talentiert war, bietet sich ein besonderer Ausflug in deren Biographie. So komponierte sie neben Polkas auch Militärmärsche, was Fiona Macleod, Pianistin am Meininger Theater, mit entsprechenden musikalischen Darbietungen vorführen wird. Von dem tragischen Ende dieser zwar glücklichen, aber nur kurzen Ehe erzählt das Gemälde „Apotheose der Charlotte“, das die ehemalige Mitarbeiterin Ingrid Reißland vorstellen wird. Dieses Bild ist Resultat einer intensiven Trauerbewältigung, in die Erbprinz Georg nach dem Tod seiner ersten Frau tief verstrickt war.

Erbprinzessin Charlotte von Preußen, Medaillonbild, Öl auf Leinwand, Foto Meininger Museen, Roland Reißig
Prunkvase aus dem Tafelservice von 1850, Foto Meininger Museen, Roland Reißig
Erbprinz Georg von Sachsen-Meiningen, Medaillonbild, Öl auf Leinwand, Foto Meininger Museen, Manfred Koch

 

Über die Neuerwerbung selbst wird auch ausführlich zu berichten sein. So erzählt der Direktor der Meininger Museen, Winfried Wiegand, nicht nur über das mitunter komplizierte Prozedere der Anschaffung der Serviceteile, sondern ordnet sie auch in das weite Feld der entsprechenden Porzellangeschichte ein. Wer von den Gästen sich traut soll an diesem Abend auch zu Wort kommen: So hat der Veranstalter aufgerufen, sich an der Aktion „Das persönliche Lieblingsgeschirr“ zu beteiligen, das nicht nur für einige Zeit in einer kleinen Sonderausstellung vorgestellt werden soll, sondern auch schon im Rahmen des Museumsabends mit ganz persönlichen Worten. Der festliche Abend beginnt um 19 Uhr. Karten zu 15 € gibt es im Vorverkauf im Museumsshop sowie Restkarten an der Abendkasse. Die kulinarische Versorgung, die nicht im Eintrittspreis des Abends enthalten ist, wird das Team des Meininger Museumscafes übernehmen.  


 

 

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