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Die frühen Jahre (1866–1871)
Das Meininger Hoftheater auf dem Weg zur Leitbühne

Schloss Elisabethenburg, Obere Galerie

Herzog Georg II. war nicht immer der allseits bekannte „Theaterherzog“. Er musste 40 Jahre alt werden, um mit seiner Regentschaftsübernahme im Jahre 1866 endlich auch Zugriff auf das seit 1831 bestehende Hoftheater zu erlangen. Es begann die vielleicht aufregendste Zeit am Meininger Hoftheater, geprägt von einer künstlerischen Aufbruchsstimmung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Schauspiel.

Wichtige Künstler, die später maßgeblich das Geschehen am Hoftheater prägen sollten, werden in diesen Jahren nach Meiningen verpflichtet. Friedrich Bodenstedt, der berühmte Dichter und Shakespeare-Übersetzer, wurde Intendant. Ludwig Chronegk, ein agiler Charakter-komiker, wuchs in Führungsaufgaben hinein. Joseph Weilenbeck, der wohl genialste, wegen seiner zunehmenden Erblindung aber auch tragischste Darsteller des Ensembles, kam 1869 nach Meiningen und schließlich Ellen Franz, eine hochgebildete, hochbegabte junge Frau, der weibliche Star der Truppe, ohne die die „Meininger“ wohl nie auf Gastspielreisen gegangen wären. Ensemblemitglied bei den „Meiningern“ zu sein, „adelte“ fortan jeden Künstler. Das neue Personal erweitert die spielplanerischen Möglichkeiten. Es sind die Jahre, in denen man erprobte, was das Publikum der europäischen Metropolen zu Tausenden in die  Vorstellungen der „Meininger“ strömen ließ.

 

 

 

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