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bis 3. Oktober

Oskar Kokoschka und Mozarts Zauberflöte

Schloss Elisabethenburg, Marmorsaal

Wolfgang Amadeus Mozarts 1791 uraufgeführte Oper „Die Zauberflöte“ zählt seit über 200 Jahren zu den populärsten und zugleich tiefsinnigsten Werken des Musiktheaters. Die Synthese aus ägyptischer Mythologie, freimaurerischem Gedankengut und singspielhaften Elementen hat Künstler aller Disziplinen in besonderem Maße inspiriert und angeregt. Als Beispiele unter vielen gelten die von Johann Wolfgang von Goethe initiierte Bearbeitung des Werks für die Weimarer Inszenierung 1794, seine Dichtung einer Fortsetzung „Der Zauberflöte zweiter Teil“, die Paraphrasen und Bühnenbildentwürfe von Max Slevogt oder die berühmtem Bühnenbilder Karl Friedrich Schinkels für die Berliner Inszenierung 1816.

Auch der österreichische Expressionist Oskar Kokoschka (1886-1980) war von Mozarts „Zauberoper“ fasziniert. Kokoschka gehörte zu den während der NS-Zeit als „entartet“ diffamierten Künstlern. Aus seiner Emigration in England wählte er 1953 den Ort Vevey am Genfer See zu seinem Alterssitz; er wurde damit quasi Nachbar der Pianistin Clara Haskil, des Komikers Charly Chaplin und des Jahrhundertdirigenten Wilhelm Furtwängler. Bei einem Besuch Furtwänglers in seinem Atelier arbeitete Kokoschka gerade an dem monumentalen Thermopylen-Triptychon. Furtwängler war so beeindruckt, dass er Kokoschkas umgehend überredete, gemeinsam mit ihm Mozarts „Zauberflöte“ bei den Salzburger Festspielen zu realisieren.

Kokoschka ließ der Stoff auch nach den erfolgreichen Salzburger Aufführungen nicht los. Zehn Jahre später folgte seine zweite Auseinandersetzung damit am Opernhaus in Genf. Als Dokumente der Auseinandersetzung Kokoschkas mit Mozarts Meisterwerk sind zahlreiche Skizzen, Bühnenbildentwürfe sowie Figurinen erhalten geblieben. Im Mittelpunkt steht dabei die von Kokoschka selbst angeregte Reproduktion seines Bühnenvorhangs für die Genfer Inszenierung: ein großformatiges, spektakuläres Dokument der kongenialen Künstlerbeziehung zwischen Mozart und Kokoschka. Weiter zu sehen sind Goethes eigene Bühnenzeichnung der Königin der Nacht sowie Szenenentwürfe Karl Friedrich Schinkels. Die Ausstellung präsentiert Leihgaben u.a. aus dem Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, dem Museum der Moderne, Salzburg, dem Goethe Nationalmuseum Weimar sowie aus Privatsammlungen.

Öffentliche Führungen gibt es immer an den Aufführungstagen der „Zauberflöte“ im Staatstheater Meiningen: 17.6., 7.7., 15.7., 24.9. jeweils 17 Uhr, 19.6., 20.9. und 2.10. jeweils um 11 Uhr.

 

Oskar Kokoschka, Papageno, Figurinen-Entwurf 1964, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto © Fondation Oskar Kokoschka / VG Bild-Kunst, Bonn 2022

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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