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S c h a t z s u c h e r

Kulturpartner des Baumbachhauses wird 30

Werte Literatur- und Museumsfreunde!

Der Südthüringer Literaturverein begeht in diesem Jahr sein 30. Gründungsjubiläum. Ebenso lange schon organisiert der Verein alljährlich eine Schreibwerkstatt mit Teilnehmern aus mehreren Bundesländern. Die Treffen fanden zuerst in Untermaßfeld, dann in Schafhausen und schließlich im Schloss Sinnershausen statt. Zu den Schreibwerkstätten gehörte von Anfang an die Literarische Soiree, ein öffentlicher Vortragsabend im Baumbachhaus.

Dieses Jahr sollte die Literarische Soiree am 2. Mai stattfinden. Auf Grund der derzeit bestehenden Ausnahmesituation muss sowohl die Schreibwerkstatt als auch der Vortragsabend verschoben werden. Die Werkstatt ist nunmehr für das Wochenende vom 30. Oktober bis 1. November und die Literarische Soiree für den 31. Oktober vorgesehen.

 

Teilnehmer der Schreibwerkstatt bei der Literarischen Soiree im Mai 2009. Foto: Andreas Seifert

Zu seinem 30. Geburtstag stellte der Südthüringer Literaturverein eine neue Anthologie mit dem Titel „Schatzsucher“ zusammen. Sie enthält Texte von 17 Autoren mit Grafiken von Frank Rothämel (Zella-Mehlis). Die Anthologie ist Anfang April erschienen und sollte auch zur Literarischen Soiree am 2. Mai im Baumbachhaus präsentiert werden. Als kleinen Ersatz für die verschobene analoge Präsentation möchten wir Ihnen den Sammelband nun auszugsweise in unserer Reihe „Meininger Museen digital“ vorstellen. In sechs Folgen und in alphabetischer Ordnung geben wir in den nächsten drei Wochen einen kurzen Einblick in das literarische Schaffen von sechs Autoren und deren aktuelle Befindlichkeit.

 

 

Doch bevor es losgeht:

Herzlichen Glückwunsch dem Südthüringer Literaturverein zum 30!

Hofrat Dr. Rudolf Baumbach, Hauspoet der Meininger Museen, schließt sich unserer Gratulation an.

 

Ein älterer Kollege gratuliert – Rudolf Baumbach wird heuer 180. Foto: Manfred Koch

 

Folge 1: Heidi Büttner, Schalkau

In Zeiten der Untätigkeit gehe ich virtuell shoppen und träume davon, das alles, was im Inneren meines Kleiderschranks begraben ist, das ich das ausführen kann, um viel jünger auszusehen als heute und viel tatkräftiger und besser und weltläufiger zu sein, als in diesen Tagen. 


Ich kaufe Jacken, die mich einhüllen und beschützen, ich kaufe hochwertige Stiefel, die runtergesetzt sind, weil es keinen Winter mehr gibt, ich kaufe duftende Duschbäder und heilkräftige Schaumbäder und viel zu viele Pralinen; dunkle müssen es sein, ganz dunkle, die auf der Zunge zergehen und einen herben Hauch von Tropennacht hinterlassen, die inzwischen so weit weg ist, dass man schon wieder davon träumen kann, und sie nicht nur als Reiseziel einkauft.


Die Welt ist wieder größer geworden.

 

Heidi Büttner Foto: Antje Duckwitz

 

 

 

 


 

 

Folge 2: Sandra Eberwein, Eckental

Am Anfang war mir Corona nur eine Randerscheinung, viel zu weit weg von meinem Alltag. Dann kam der allmähliche Lockdown von außen und innerlich die Panik, weil ich immer noch ins Büro muss, trotz allem. Der Arbeits- und Termindruck dort ist unverändert. Inzwischen ist es sehr ruhig geworden draußen, kaum Autolärm, keine Flugzeuge im Landeanflug, entspanntes Einkaufen und vor allem kein Mama-Taxi. Ich bin ruhiger, weil ich immer noch ins Büro darf, trotz allem, und sehr stolz auf meine Männer, die seit geraumer Zeit zuhause bleiben müssen.

Ansonsten sind wir hier einfach nur Familie. Schreiben geht nicht, weil die Ruhe, der Rückzugsraum dafür fehlt. Und einige Möglichkeiten dafür sind wegen Corona gestrichen. Nun, es wird vorbeigehen, irgendwann. Dann werden wir wahrscheinlich darüber lachen und vielleicht gibt es dann Erzählrunden wie „Wo warst du, als Corona so richtig schlimm war?“

Sandra Eberwein. Foto: privat

 

 

 

Folge 3: Sandro Eberwein, Eckental

Lagerkoller? Von wegen …


Eigentlich ist die Zeit gerade so absurd, dass man sich gar keine skurrilen Geschichten mehr ausdenken muss. Die Realität zu dokumentieren würde völlig ausreichen.

Allerdings komme ich gerade überhaupt nicht dazu vor lauter Homeoffice, Homeschooling, Homecooking, Home ….      Werde ich wohl aufarbeiten müssen, wenn sich die Lage etwas beruhigt hat. Aber jetzt warten erstmal eine Telefonkonferenz, ein Gleichungssystem und eine Pizza auf mein Mitwirken. Ich muss los …

Sandro Eberwein; Foto: Wolfgang Swietek

 

 

Folge 4: Ursula Schütt, Dietzhausen

Ich schreibe, auch während der Corona die Welt aus den Fugen zu heben scheint. Ich schreibe nicht immer, aber immer öfter. Taugt der Text? Auch nicht immer, aber immer öfter. Themenänderungen gibt es zur Zeit nicht, die Ereignisse um Corona müssen sich erst setzen, ehe ich aus ihnen schöpfen kann, vielleicht später.

Ursula Schütt Foto: Günter Giese

 

Folge 5: Holger Uske, Suhl

Die Krise hat für mich auch etwas Lähmendes. Wo ist die Welt hin, die wir liebten mit all ihrer Hektik, der Vielfalt der Anregungen von außen und dem Stress, unter dem ich gut schreiben kann? Die Worte lassen sich nun mehr Zeit, bevor sie über die Finger und den Bleistift aufs Papier fließen. Und rufen ob der Strenge der Situation nach strengerer Form. Dem gebe ich nach. Der Vers wie die Musik als bester Freund der Stille. Das ist auch eine Herausforderung.

Holger Uske; Foto: Manuela Hahnebach

 

 


Folge 6: Horst Wiegand, Steinheid

Angesichts der Auswirkungen weltweit gravierender Geschehnisse wäre schon längst Innehalten geboten! Wir, die Kulturarbeiter, wollen immer ermutigen. Nun ist ein Erschrecken eingetreten. Ein ungewöhnlicher, unerlässlicher Lernprozess steht an.

Horst Wiegand; Foto: privat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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