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November 2020

 

November

Veranstaltungen im Rahmen der 28. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur

In den ersten Wochen im November wird jährlich in vielen Orten Thüringens, so auch in den Meininger Museen, mit einem vielfältigen Programm ein ganz spannen-des Kapitel  europäischer Kulturgeschichte gefeiert und neu belebt. Konzerte von Klassik bis Jazz, Lesungen, Vorträge, Filmvorführungen und -gespräche, Schülerprojekte und vieles mehr laden dazu ein, die Faszination jüdisch-israelischer Kultur zu entdecken!

Kontakt: info@juedische-kulturtage-thueringen.

5. November, Donnerstag

Für das Wohl des Heiligen Landes - Die besondere Beziehung zwischen Meiningen und Israel 

Vortrag von Christoph Gann

eine Veranstaltung der B.M. Strupp-Stiftung, Meiningen, in Kooperation mit den Meininger Museen
19 Uhr, Theatermuseum; Eintritt frei

In das Jahr 2020 fallen der 130. Geburtstag von Fritz Bernstein (links im Bild; Wikipedia) und der 150. Todestag von Moses Sachs. Beide wurden in Meiningen geboren und starben in Jerusalem. Moses Sachs wurde um das Jahr 1830 in Jerusalem ansässig und gilt als der erste deutsch-jüdische Auswanderer nach Palästina in der Neuzeit. Bernstein gehört zu den Staatsgründern von Israel. Moses Sachs („der schöne Rabbiner“, so Pückler-Muskau) berichtete aus dem Heiligen Land für jüdische Zeitungen in Deutschland und England. Fritz Bernstein forschte über den Antisemitismus – sein 1926 erschienenes Buch „Der Antisemitismus als Gruppenerscheinung“ bezeichnete Albert Einstein als klassisches Meisterwerk. Im Vortrag wird auch nachgespürt, welche weiteren Berührungspunkte es zwischen Meiningen und Israel gibt.

 

5. November, Donnerstag

Die Novemberrevolution in den drei größten Teilstaaten Thüringens

Vortrags- und Diskussionsabend mit Dr. Bernhard Post, Weimar; Mario Hesselbarth, Jena und Andrea Jakob, Meininger Museen
19 Uhr, Marmorsaal; 8 / 6,50 €
Teilnehmerzahl begrenzt, Kartenerwerb im Vorverkauf empfohlen, Museumsshop 03693 881030

An diesem Abend wird der Fokus auf die Novemberrevolution in Thüringen gelegt. Dabei konzentrieren sich die Referenten auf die drei größten Teilstaaten Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Coburg-Gotha und Sachsen-Meiningen. Abgerundet werden die Kurzvorträge durch ein Streiflicht auf die revolutionären Veränderungen in Schwarzburg-Rudolstadt, dessen Fürst als letzter in ganz Deutschland abdankte. Denn gerade zu den revolutionären Ereignissen in den einzelnen Teilstaaten Thüringens war bis vor wenigen Jahren kaum oder gar nicht recherchiert worden, so dass bisher nur auf rudimentäres Wissen, ideologisch eingefärbt – z.B. wurde die SPD im Parteienspektrum rechts verortet – zurückgegriffen werden konnte.

Und auch im kleinen Thüringen verliefen die revolutionären Geschehnisse in den einzelnen Residenzen sehr verschieden. Aus diesem Grund haben wir Dr. Bernhard Post, den vormaligen Leiter des Landesarchivs Thüringen, der nicht nur zum letzten Großherzog von Sachsen-Weimar ausführlich recherchiert hat, sondern auch dessen Gegner gut kennt, eingeladen. Mit von der Partie wird auch Mario Hesselbarth, ein Jenaer Historiker und Politikwissenschaftler sein, zu dessen Spezialgebieten u.a. die Geschichte der USPD und die Novemberrevolutionen in den Teilstaaten Thüringens gehören. 

 

7. November, Samstag

Unterwegs zur Geschichte des Freistaates Sachsen-Meiningen

Rundreise mit eigenem Fahrzeug, Führungen im Freien
Kooperation der Meininger Museen mit dem Wanderverein Bakuninhütte e.V. 
Treff 10 Uhr, Volkshausparkplatz, Landsberger Str. 1
Spenden erbeten, Mittagessen und Kaffeetrinken in Selbstzahlung
Anmeldung erforderlich: 03693 505588

Der Freistaat Sachsen-Meiningen ist heute kaum noch bekannt. Doch er sicherte die Übergangszeit vom Herzogtum bis zum Aufgehen des Kleinstaates im Land Thüringen ab und dessen Landtag existierte sogar noch einige Jahre länger. Das Machtzentrum befand sich nicht mehr in den Händen des Herzogs, sondern im Landtagsgebäude und auf dem Kasernengelände. Diese Übergangsphase war einerseits eine hochdramatische Zeit, die in Sachsen-Meiningen fast ohne Blutvergießen verstrich. Andererseits bedeutete sie aber, wie auch die Weimarer Republik, auch eine Zeit des soziokulturellen Aufbruchs. Diese Rundreise führt an noch vorhandene Meininger Originalschauplätze der Novemberrevolution und der 1920er Jahre. 
 

10. November, Dienstag

Ausstellungseröffnung und Soiree: Zeitenwende II
Teil 2: Der Schafhof, das Volkshaus in Meiningen und andere sozial(demokratisch)e Projekte in Südthüringen

Schloss Elisabethenburg, Mittlere Galerie 
Vortrag: Der Schafhof in Meiningen und andere sozial(demokratisch)e Bauprojekte in Südthüringen 
mit Michael Römhild, Stadtmuseum Hildburghausen und Thomas Schwämmlein, Sonneberg sowie Andrea Jakob, Meininger Museen
19 Uhr, Marmorsaal; 4,50
Teilnehmerzahl begrenzt, Kartenerwerb im Vorverkauf empfohlen, Museumsshop 03693 881030

In der Ausstellung sollen neben Bauvorhaben auch verschiedene Projekte vorgestellt werden, die heute fast vollkommen vergessen worden sind. So hat das heutige Meininger Volkshaus in einer Initiative des Vorsitzenden des Meininger Arbeiter- und Soldatenrates seine Wurzeln. Anfang der 1920er Jahre hat der Gewerkschaftler zunächst das Gewerkschaftshaus mit Kneipe und einem kulturellem Angebot gegründet, welches sich später Volkshaus nannte und an insgesamt drei Lokalitäten sein Domizil hatte. Ferner werden in der Ausstellung auch andere soziale Vereinigungen vorgestellt, die ebenfalls eine Verbesserung der Lebensqualität der einfachen Bevölkerung zum Inhalt hatten wie Arbeitergesang- oder Turnvereine. So sollen verschiedene Sachsen-Meininger Gruppierungen exemplarisch vorgestellt werden, die ihren Höhepunkt in den 1920er Jahren hatten wie z.B. die Meininger Anarchosyndikalisten oder Konsumvereine.

Zwar gab es bereits im Herzogtum erste verhaltene Anfänge für soziale Bauprojekte. Es bedurfte aber erst der revolutionären Veränderungen des Jahres 1918, bis solche Bauten geradezu wie Pilze aus dem Boden schossen. In den folgenden Jahren entstanden unter anderem die Wohnhäuser des Schafhofes in Meiningen, auf der Wehd in Sonneberg oder die der „Siedlung“ in Hildburghausen. Denn bereits während des Ersten Weltkrieges gab es mittellose Familien, die in Turnhallen unterkommen mussten. Durch die schubweise zurückkehrenden Soldaten verschärfte sich die bis dahin bereits vorhandene Wohnungsnot drastisch. So entstanden in den 1920er Jahren auch der Friedrich-Ebert-Hof in Bad Salzungen, Häuser in der Nöth- und Kreuzstraße in Meiningen oder das Sonneberger Rathaus. 

18. November, Mittwoch

Ausstellungseröffnung: Allgäu – Meiningen – München
Einblicke in Leben und Werk des Malers und Zeichners Andreas Müller (1831–1901)

Schloss Elisabethenburg, Obere Galerie
19 Uhr, Marmorsaal; 4,50 €
Teilnehmerzahl begrenzt, Kartenerwerb im Vorverkauf empfohlen, Museumsshop 03693 881030

Das breitgefächerte OEuvre des Münchener Historienmalers und Akademieprofessors Andreas Müller, Wand- und Tafelmalerei, Kartons für Glasgemälde, Zeichnungen für den Holzschnitt und vieles andere mehr, umfassend und stilistisch der Kunst der Nazarener nahestehend, wird im Rahmen dieser Ausstellung generell erstmalig gewürdigt und begleitend in Buchform publiziert. In Rettenberg im Allgäu gebürtig, studierte Andreas Müller an der Akademie der bildenden Künste München und war von deren Direktor, Wilhelm von Kaulbach, an Erbprinz Georg empfohlen worden. Dessen Absicht, den hochbegabten Künstler dauerhaft an den Meininger Hof zu binden, erfüllte sich nicht. Durch zahlreiche Aufträge des Erbprinzen und nachmaligen Herzogs Georg II. von Sachsen-Meiningen an Andreas Müller, worauf ein Schwerpunkt der Ausstellung liegen wird, blieben beide Persönlichkeiten noch über Jahrzehnte eng miteinander verbunden.

20. November, Freitag

Zeitenwende II: „Der Freistaat Sachsen-Meiningen – Personen, Ereignisse und Projekte im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts“ 

Ausstellungsführung mit Kuratorin Andrea Jakob, Meininger Museen, 15 Uhr, Treff Museumsshop, Dauer 1,5 h
Teilnahme mit Tageskarte zzgl. 2 €

Mit der Abdankung Herzog Bernhard III. von Sachsen-Meiningen am 10. November 1918 hörte das Herzogtum Sachsen-Meiningen auf zu existieren. Dem herzoglichen Landtag gelang es, bereits zwei Tage nach der Abdankung die Grundlagen der Demokratie legten. Der im März 1919 demokratisch gewählte Sachsen-Meininger Landtag ging ab 1920 als Gebietsvertretung im Land Thüringen auf. In jeder Zeit gab es auch einen großen Aufschwung für soziale Bauprojekte. Wohnhäuser des Schafhofes in Meiningen, auf der Wehd in Sonneberg oder die der „Siedlung“ in Hildburghausen sind ebenso Beispiele dafür wie der Friedrich-Ebert-Hof in Bad Salzungen, Häuser in der Nöth- und Kreuzstraße in Meiningen oder das Sonneberger Rathaus. 

 

 

22. November, Sonntag

"Meiningen präsentiert ..." YADEGAR ASISI

Zu Gunsten der historischen Meininger Theaterdekorationen

11.15 Uhr, Meininger Staatstheater, und
15 Uhr Theatermuseum "Zauberwelt der Kulisse"
 

www.kulturkuratorium-meiningen.de
--> Meiningen präsentiert 2020

25. November, Mittwoch

Die Sachsen-Meininger – das Familiendrama im 20. Jahrhundert
Die (jüngeren) Nachkommen Georgs II. und Thronfolger

Soiree mit Andrea Jakob, Meininger Museen
19 Uhr, Marmorsaal; 4,50 / 3 €
Teilnehmerzahl begrenzt, Kartenerwerb im Vorverkauf empfohlen, Museumsshop 03693 881030

Die Zeitenwenden von 1918 und 1945 und die vorausgegangenen Kriege bedeuteten nicht nur den Tod vieler Nachkommen Georgs II. Sie brachten auch die Zerstörung sämtlicher Lebensentwürfe, die z. T. auch die Anwartschaft auf den Thron mit beinhalteten, und für die Überlebenden auch noch den Verlust der Heimat mit sich.

27. November, Freitag, und
28. November, Samstag

Lichterstunde – Töne und Texte zum Advent

17.30 Uhr, Schloss Elisabethenburg; Museumscafé
8 / 6,50 € (Karten nur im Vorverkauf ab 10. Oktober
Tel. 03693 881030)

Die traditionelle vorweihnachtliche Veranstaltung der Meininger Museen im barocken Hessensaal von Schloss Elisabethenburg widmet sich in diesem Jahr der Familie Baumbach, deren prominentestes Mitglied, der Dichter Rudolf Baumbach, vor 180 Jahren geboren wurde. Wie erlebten Rudolf und seine Geschwister Adelheid, Karl und Mathilde, wie verbrachten die Eltern Luise und Julius Baumbach Winter, Weihnacht und Neujahr? Dr. Andreas Seifert wird aus Briefen der Baumbachs lesen und weihnachtliche Gedichte sowie Erzählungen des „poetischen Baumbachs“, wie Rudolf von seinen Zeitgenossen auch genannt wurde, zu Gehör bringen. Für (vor)weihnachtliche Musik sorgt die Max-Reger-Musikschule Meiningen. Auf Grund der großen Nachfrage in den letzten Jahren wird die „Lichterstunde“ in diesem Jahr an vier Tagen stattfinden.

 

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Meiningen präsentiert

Yadegar Asisi

Kontakt:
Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
Meininger Museen
Schlossplatz 1
98617 Meiningen

Tel: 03693 - 50 36 41
kontakt@meiningermuseen.de

Postanschrift:
PSF 100554
98605 Meiningen

 
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