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Jean Paul

Jean Paul (1763-1825)

Der zu Lebzeiten besonders bei der weiblichen Leserschaft äußerst beliebte Prosaautor kam im Mai 1801 nach Meiningen. Hier genoss er sein junges, spätes Eheglück und schrieb an seinem "Kardinalroman", dem "Titan". Bald verband den eigenwilligen Schriftsteller ein freundschaftliches Verhältnis mit Herzog Georg I. Dieser wollte Jean Paul lebenslang an seine kleine Residenz binden. Doch schon im Juni 1803 übersiedelte die "ewige Wanderratte" nach Coburg. Jean Paul hatte in Meiningen eine Stadt mit den für ihn wichtigen "drei B" – Bücher, Berge, Bier – gesucht.

Während ihm die hiesigen Parkanlagen sowie die schöne Umgebung gefielen und sich in seinen Werken wieder finden, stellten ihn die anderen zwei B hier nicht zufrieden: Bier ließ Jean Paul fassweise aus Bayreuth anliefern und Meiningen bezeichnete er als "brückenarme Stadt, wo man die Philosophie nur aus der Buchhändlerrechnung kennt". An den Aufenthalt Jean Pauls in Meiningen erinnert eine Tafel an der Stelle seines einstigen Wohnhauses (Georgstraße 17a) sowie ein Denkmal im Englischen Garten.

          


  

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