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Ausführliche Presseinformation

Pressebilder können unter folgendem Link heruntergeladen werden: ​​Pressebilder Sonderausstellungen Herzog Georg​

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Katharina Spiegel

Marketing und Öffentlichkeitsarbeit 

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www.meiningermuseen.de | Schloss Elisabethenburg | Schlossplatz 1 | 98617 Meiningen


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Medieninformation 26.03.2026


Theaterherzog als fürstlicher Gestalter
Die Meininger Museen widmen Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen zwei Sonderausstellungen

Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826–1914) ist als „Theaterherzog“ bekannt. Er war der große Reformer des europäischen Theaters. Anlässlich von dessen 200. Geburtstag präsentieren die Meininger Museen ein außergewöhnliches Doppelprojekt: Zwei Sonderausstellungen widmen sich dem Leben und der Kunst dieser epochalen Figur des 19. Jahrhunderts. „Georg II. von Sachsen-Meiningen: Ein fürstlicher Gestalter“ zeigt die Bedingungen auf, die Georg II. zum „Theaterherzog“ werden ließen. Die vierteilige Reihe „Georg für alle! Die Handzeichnungen des Herzogs“ stellt eigenhändige Kunstwerke Georgs II. aus, bewusst zugänglich für Kinder und Familien. Beide Ausstellungen werden am 2. April 2026, dem historischen Geburtstag des Herzogs, im Rahmen eines großen Festakts im Schloss Elisabethenburg feierlich eröffnet.

Georg II. war Militär und politischer Modernisierer, doch vor allem wirkte er als bedeutender Gestalter von Kunst, Kultur und Öffentlichkeit. Er regierte das Herzogtum Sachsen-Meiningen zwischen 1866 und seinem Tod 1914, kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs. Er verlieh dem zweitgrößten thüringischen Staat eine Identität, die sich nicht über Macht, sondern über ästhetische Qualität und kulturellen Anspruch definierte. Dr. Philipp Adlung, Direktor der Meininger Museen, beschreibt diesen Ansatz: „Georg II. war ein Visionär, der Kultur als identitätsstiftende Kraft verstand. Im Jubiläumsjahr 2026 wollen wir zeigen, wie ein Fürst eines kleinen Landes Großes bewirken konnte.“

Anders als seine Standesgenossen wirkte Georg II. dabei nicht nur als Mäzen, er war vielmehr stets selbst gestaltend tätig. Er beschäftigte sich mit Architektur und Landschaftsgestaltung, insbesondere aber mit bildender Kunst, Musik und Theater. Kuratorin Dr. Almut Pollmer-Schmidt, Wissenschaftliche Leiterin für Bildende und Angewandte Kunst bei den Meininger Museen, betont: „Georg II. gestaltete mit wachem Blick für Form, Kontext und Geschichte. Seine künstlerische Handschrift durchzieht nicht nur die Räume von Schloss Elisabethenburg. In Meiningen ist es keine Floskel: Der Herzog ist präsent. Gerade deshalb möchte unsere Hauptausstellung das Leben und die Handlungsspielräume des ‚Fürstlichen Gestalters‘ mit einem frischen Blick erlebbar machen. Die Ausstellungsfolge ‚Georg für alle!‘ präsentiert Zeichnungen Georgs bewusst auf Augenhöhe für Kinder und lädt zum Mitmachen ein. So soll die Figur des hier in Meiningen manchmal übermächtig wirkenden Herrschers vom Sockel geholt werden. Hand-zeichnungen eröffnen immer den direktesten Weg zu einer Künstlerin oder einem Künstler. Dies gilt auch für Georg II., von dem sich allein in den Sammlungen der Meininger Museen mehr als 1.500 Werke erhalten haben. Aber wussten Sie, dass er auch Dinosaurier gezeichnet hat?"

Besonders prägend war Georgs Wirken im Theater: Als Herzog und künstlerischer Leiter der Meininger Hofbühne entwickelte er gemeinsam mit seinem Ensemble eine neue Auffassung von Inszenierung. Florian Beck, Leiter des Theatermuseums, unterstreicht die theaterhistorische Bedeutung: „Ohne Georg II. wäre das moderne Theater nicht denkbar. Die ‚Meininger‘ haben die Bühnenwelt revolutioniert – mit Realismus und historischer Präzision. Georgs Leidenschaft für das Theater war nicht nur Mäzenatentum, sondern eigene künstlerische Mission. Sein Anliegen war es, mit dem Meininger Hoftheater Muster-Inszenierungen umzusetzen. Dies wirkt bis heute in der europäischen Theatergeschichte nach.“

Die Meininger Museen nutzen dieses Jubiläumsjahr auch, um sich neu aufzustellen. Dies gilt nach außen, aber auch nach innen. Direktor Dr. Philipp Adlung: „Wir reflektieren unsere Ansprache der Besuchenden und denken die Dauerausstellung von Schloss Elisabethenburg neu. Dabei sind wir noch längst nicht am Ende, das Jubiläumsjahr 2026 bedeutet für die Meininger Museen vielmehr einen Startschuss.“

DATEN

„Georg II. von Sachsen-Meiningen: Ein fürstlicher Gestalter“
Hauptausstellung zu Leben, Kunst und Theater
Meiningen, Schloss Elisabethenburg, 3. Obergeschoss
3. April 2026 – 10. Januar 2027

„Georg für alle! Die Handzeichnungen des Herzogs“
Dynamische Ausstellung mit inklusivem Ansatz und wechselnden thematischen Schwerpunkten
Meiningen, Schloss Elisabethenburg, 2. Obergeschoss

Vier Teile im Überblick:
Teil 1 – Dinos & Drachen 3. April – 25. Mai 2026
Teil 2 – Theater I: Sehen im Detail 12. Juni – 16. August 2026
Teil 3 – Berge und Sturm 21. August – 4. Oktober 2026
Teil 4 – Theater II: Spielen mit der Masse 9. Oktober 2026 – 10. Januar 2027

PRESSEVORBESICHTIGUNG

Die Meininger Museen laden zur Pressevorbesichtigung am 30. März, 11 Uhr ein. Selbstverständlich können die Ausstellungen ab jetzt jederzeit nach Absprache mit Direktor Dr. Philipp Adlung oder Kuratorin Dr. Almut Pollmer-Schmidt besucht werden.
Kontakt: Katharina Spiegel, k.spiegel@meiningermuseen.de

 

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Kontakt:
Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
Meininger Museen
Schlossplatz 1
98617 Meiningen

Tel: 03693 - 88 10 30
kontakt@meiningermuseen.de

 
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